Bertolt Brecht – selbst stets überzeugter Sozialist – schrieb zur Niederschlagung des Aufstands von 1953:

Nach dem Aufstand des 17. Juni ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands in der Stalinallee Flugblätter verteilen, auf denen zu lesen war, daß das Volk das Vertrauen der Regierung verscherzt habe und es nur durch verdoppelte Arbeit zurückerobern könne. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?

Dieses Zitat wurde dem Beitrag „17. Juni 1953 – Volksaufstand gegen planwirtschaftlichen Irrsinn“ anläßlich des echten „Tags der Deutschen Einheit“ auf der Startseite des Landesverbandes Bayern der Alternative für Deutschland entnommen. Welche andere Bundespartei, so fragen wir uns bei dieser Gelegenheiten immer wieder, hat die rund 50 Toten des 17. Juni 1953 und seiner tragischen Vorgeschichte bis heute nicht vergessen; aus der Geschichte tatsächlich ihre Lehren gezogen?

Eine Drei-Parteien-Regierung (CDU/CSU/SPD), die sich selbst zum Goldenen Kalb erklärt und in selbstherrlicher Überheblichkeit gegenüber dem wahren Souverän in Bund und Ländern auftritt, mit ungebremsten „Flüchtlingsströmen“ seit 2015 das Land flutet – ich glaube nicht, daß sich Bertold Brecht über die visionäre Bedeutung seiner Feststellung jemals bewußt war.

Nichts anderes geschieht jedoch in diesen Tagen. Und das mit vehement zunehmender Intensität und Geschwindigkeit. Es ist bezeichnend für das Deutschland des Jahres 2017, daß sich diesem Machtanspruch und dem absoluten Herrschaftsgedanken einer darin dem Führer des Dritten Reiches Adolf Hitler nicht unähnlichen Angela Merkel nur eine einzige ernst zu nehmende politische Kraft entgegenstellt – die Alternative für Deutschland.